Internetseiten als Quelle
Das Internet hält eine unglaubliche Fülle von Informationen bereit. Da es aber auch sehr schnelllebig ist und Seiten plötzlich verschwinden können, muss bei der Angabe einer Site als Recherchequelle einige Dinge beachtet werden.
Eine Quellenangabe hat mehrere Zwecke. Zum einen schließt sie eine Verletzung des Urheberrechts durch den unerlaubten Einsatz von fremden Informationen im gewerblichen Sektor aus. Darüber hinaus soll sie auch dem Leser ermöglichen, sich den Text oder die Information auf der Originalseite anzusehen - das gilt im Internet ebenso wie auf allen anderen Bereichen medialer, investigativer, informeller und wissenschaftlicher Arbeit. Das Problem des Internets, das bei der Info-Recherche das beliebteste, weil größte und schnellste Medium ist, beinhaltet jedoch einige Besonderheiten, die bei der Quellenangabe berücksichtigt werden sollten.
Aufgrund der manchmal unerwartet kurzen Lebensdauer von Internetseiten oder deren Servern sollte beim Sammeln und Verwerten von Informationen zur Angabe der Quelle die zum jeweiligen Zeitpunkt sichtbare Version der Seite gespeichert werden. Als Bilddatei, beispielsweise im JPG-Format, kann ein “Screenshot” der Seite dann auf dem PC hinterlegt und auch ausgedruckt werden. Damit sind die dort sichtbaren Informationen auch nach Verschwinden der Seite noch eindeutig einsehbar.
Vollständige Informationen
Da man aber nicht zu jedem Zeitpunkt weiß, ob die Seite noch existiert oder nicht, sollte man trotzdem darauf achten, die Quelle im Text so genau wie möglich anzugeben. Es reicht daher nicht immer aus, eine Quelle nur mit einem Teil der Internet-Adresse anzugeben - vor allem bei wissenschaftlichen Arbeiten, die von Natur aus so genau wie möglich mit Beweisen unterlegt werden sollten, ist die komplette Nennung der Adresse wichtig. Dazu gehören folgende Bausteine (jeweils mit Beispiel): Die Protokoll-Angabe (meist “http://” oder “https://”), der Rechnername (”www”), die Sublevel-Domain (”beispiel”), die Toplevel-Domain (”.com”, “.de”,…), eventuell ein oder mehrere Pfade (”/kategorie1/unterkategorie1/…”) sowie einem eventuellen Dateinamen (”/datei1.htm”). Daraus ergibt sich für dieses Beispiel die obenin der Adressleiste des Browsers normalerweise ebenfalls aufgeführte Adresse: “http://www.beispiel.de/kategorie1/unterkategorie1/datei1.htm”. Zusätzlich zu der Seite an sich sollten aber auch unbedingt Informationen über den Autor und den Titel der verwendeten Quelle integriert werden.
So können Sie trotz der oft unübersichtlichen und schnell vergänglichen Informationsquellen des Internets sicher und klar nachvollziehbar die Herkunft Ihrer Informationen offenlegen und Ihre Arbeit so glaubwürdig machen.